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Dies & Das

Was von Günter Horstmann bleibt - Versuch eines Nachrufs

Eugen Holtkamp

Beim  Thema „Menschen, Waltrops Gesichter“, das wir im Aktivkino des Heimatvereins vor kurzem zeigten,  fiel mir wieder der Name Günter Horstmann ein, den ich aus unserer gemeinsamen Zeit in der Politik Anfang der 1970er Jahre noch gut kannte.

Bis vor 1 - 2 Jahren wohnte der 90-jährige Günther Horstmann (Jagdaufseher)  auf dem Gut Nierhof bei Carlo Becker. Horstmann war früher Betriebsratsvorsitzender, als die Zeche Waltrop 1979 geschlossen wurde.  Auch als am 1.8.1980 die letzten 70 Zechen-Azubis ihre erste Schicht antraten, begrüßte sie Günter Horstmann und erinnerte daran, dass die hiesige Schachtanlage auf dem Gebiet der Ausbildung immer einen guten Namen hatte (W. Zeitung 2.8.1980).

Typisch für den sympathischen, beredten ehemaligen SPD-Fraktionsvorsitzenden waren in einem letzten  Bericht der „Waltroper Zeitung“ vom 12.7.2017 über einen Ausflug des Altenheims St. Peter zum Vereinsgelände des Motorradsportclubs (MRSC) an der Sydowstraße die folgenden Zeilen: Zum Abschluss richtete Bewohner Günther Horstmann eine kleine Dankesrede an den Motorradclub. Einen unvergesslichen Tag habe der Club den Bewohnern beschert. „Dass Sie so an die alten Leute denken…!“

Günter Horstmann ist am 2.8.2017 gestorben.