SW-Ansicht

Dies & Das

Kinderarmut in Waltrop - Was können wir dagegen tun?

Eugen Holtkamp

 Am 28. 11.18 setzte das 2017 in Waltrop gegründete "Bündnis gegen Armut, für soziale Gerechtigkeit und Solidarität" seine Veranstaltungen mit dem Thema Kinderarmut fort, mit dem Schwerpunkt "Was können wir dagegen tun?"  Bernhard Frankemölle, Axel Heimsath, Klaus Harde und Brit Wagner (als Moderation) konnten im Yahoo ca. 25 Teilnehmer begrüßen, fast die Hälfte davon vom Kinder- und Jugendparlament. Aus dem Arbeitskreis Soziales, der GEW, dem Seniorenbeirat, sozialen Organisationen, der Flüchtlingshilfe, aus Parteien waren Interessierte erschienen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Frau Bröcker, Leiterin der städt. Fachgruppe Jugend, Kinder und Familie, war eingeladen. Gemeinsam mit ihr sollte überlegt werden, was in Waltrop bereits gut läuft, und in welchen Bereichen eine Unterstützung durch die Politik, von sozialen Verbänden oder einzelnen Bürgern wünschenswert oder hilfreich wäre. l Konkrete Hilfen und auch präventive Maßnahmen wären dabei das Ziel. Die Schwerpunkte der Berichte, Fragen und Diskussionen waren folgende Punkte:  

Viele Hilfs- und Förderangebote werden nicht ausreichend genutzt, weil die Information der Betroffenen nur mäßig  gelingt oder vorhandene finanzielle Mittel nur zögerlich abgerufen werden. So ist z.B. das Bildungs- und Teilhabepaket (Bundesinitiative), das den Kindern ein kostenloses Mittagessen ermöglicht und kostenlos Mitglied in einem Sportverein zu werden, an oft teuren Schulfahrten teilzunehmen, Extra-Förderunterricht zu bekommen usw. , daran gebunden, einen nicht so einfachen Antrag auszufüllen. Die Eltern sind mit dem bürokratischen Formular teilweise überfordert und verzichten oft darauf, wenn sie keine Unterstützung bekommen. Die 1 1/2 Stellen für Sozialarbeiter an Schulen in Waltrop sind viel zu wenig. Ob die Leiterinnen der Kitas neben ihren eigentlichen Aufgaben noch genügend Hilfe bei den Anträgen leisten können, darf wohl bezweifelt werden. Ehrenamtliche Hilfen sind ein guter Lösungsansatz.

Vorhandene oder geplante Hilfsmöglichkeiten in Waltrop

Der Laden mit verbilligten Lebensmitteln und Materialien für die Schule. Schultornister für Schulanfänger

Das Café jeden Sonntag im Haus der Begegnung, ein Ort für alle, kleine Preise

Quartiersmanagement im Aufbau: Alter Graben/Diakonie, Möllerstraße/Lebenshilfe, Seniorenheim/AWO

Repair-Café kostenlose Reparaturen

                                                                                                                                     Neugeborenenbesuche SKF 

Cliquentreff an der Hafenstraße

Taschengeldbörse geplant vom Seniorenbeirat, unterstützt vom KiJuPa, Win-Win-Situation für Jung und Alt   

Freizeitpass, gilt in ganz NRW:  Angebote 50% Ermäßigung, z.B. Seniorenkino in Waltrop, Parkfest

 

Vorschläge

KiJuPa, viele Hinweise  von den Kindern: Spendenaktionen, Klassenkameraden einladen, Sport- und Mädchengruppen

Sozialer Wohnungsbau in Waltrop

Bereits vorhandene Stiftungen (EmscherLippe-Land) nutzen

Schulmittelfreiheit, oft teure Materialien für jedes Fach

Grundeinkommen 

 

Problem

Vieles wird im Land und im Bund und nicht auf kommunaler Ebene entschieden.  

Fazit

Es ist nicht so einfach, jemandem zu helfen -  sensibel mit den Menschen umgehen, aber anfangen mit Hilfen und Angeboten im eigenen Umfeld.