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Dies & Das

Infoveranstaltung zur Ukraine, zu Flucht und Möglichkeiten der Hilfe -Donnerstag, 31.03.2022, ab 19.00 Uhr in der Stadthalle.

Ich bin seit 6 Jahren Mitglied und ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Flüchtlingshilfe Waltrop,
und es ist mir eine Freude und Ehre für die Flüchtlingshilfe tätig zu sein!
Uwe Paczkowski

  Donnerstag, 31.03.2022, ab 19.00 Uhr in der Stadthalle. 

 - Berichte zu den Fluchtbedingungen mit Andrea Ernesti und Kerstin Hojka

-  Aktuelles zur Situation in Waltrop mit Marcel Mittelbach

- Möglichkeiten der Hilfe - Darstellung der Arbeiten der Flüchtlingshilfe mit Maria Gaida-Greger u. a. 

 

Am 28.03.22, 02:11 schrieb "Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>:

Hallo miteinander,

mit einem kleinen Infostand haben wir uns letzten Samstag (26.03.2022) an den Internationalen Wochen gegen Rassismus beteiligt. 327,07 EUR an Spenden gab es für unsere Waffeln, die Sonja und Maria frisch zubereiteten.

 Bei einer Versteigerung eines handsignierten Trikots von Tennisstar Timo Boll kamen 779,00 EUR für die Flüchtlingshilfe zusammen, was der Initiator, der Tischtennisverein (TTV) Waltrop mit Vorsitzenden Jens Korte auf 800,00 EUR aufrundete.

 Wir sagen herzlichen Dank!

 „Haltung zeigen“ war das aktuelle Motto der Internationalen Wochen gegen Rassismus, eine Initiative der Vereinten Nationen mit denen an das blutige Massaker von Sharpeville in Südafrika, erinnert werden soll. Am 21. März 1960 waren dort tausende Menschen zusammengekommen, um gegen das Apartheidregime, die ungerechten Passgesetze und für gleiche Rechte zu demonstrieren. Die Polizei schoss in die wehrlose Menge; 69 Menschen, darunter acht Frauen und zehn Kinder, fanden den Tod. Unzählige wurden verwundet, teilweise schwer.

 „Haltung zeigen“ trifft aber auch für den Widerstand in der Ukraine gegen den völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg zu. Und für die vielfältige Solidarität, die sich nicht zuletzt auch durch die Spenden ausdrückt. Oder durch die hunderttausenden in Deutschland und die Millionen Menschen europaweit, die den Flüchtlingen helfen. Rund zwei Drittel der ukrainischen Flüchtlinge sind zum Beispiel in privaten Haushalten untergekommen. Das ist manifeste Haltung der Zivilgesellschaft.

„Haltung zeigen“ ist aber nicht widerspruchsfrei. Für Menschen mit geringem Einkommen sind die Kriegsfolgen, sichtbar an den Tankstellen, nicht so einfach tragbar. Oder wer beispielsweise im falschen Körper lebt, wer den Kriegsdienst aus Gewissensgründen verweigert, kommt mit der Generalmobilmachung, so sehr sie insgesamt auch richtig ist, nicht klar.

Und Widersprüche sehen wir auch da, wo man den einen – völlig korrekt - kostenlos die Züge für die Flucht zur Verfügung stellt und People of Color zur Überprüfung ihrer Ansprüche vorsichtshalber erstmal in den Knast steckt. Müssen wir denn außerdem in Zukunft, auf internationaler politischer Ebene unter „Haltung zeigen“ verstehen, Frieden schaffen mit immer mehr Waffen?

Was ist denn die Alternative dazu? Die Demokratie stärken. Demokratische Staaten führen untereinander keine Kriege. Wenn man Frieden will, muss man also für demokratische Strukturen kämpfen. Wie stärkt man aber die Demokratie? In dem man die Zivilgesellschaft, die zivilen Akteur*innen politisch einbindet. Mit Bürgerräten. Auf Bundesebene hat man das erkannt und zum Beispiel einen Klimarat initiiert. In Waltrop haben wir da noch Luft nach oben. Ein Integrationsbeirat ist schon lange überfällig.