SW-Ansicht

Dies & Das

Die Waltroper Seniorenzeitung lässt sich auch durch Corona nicht unterkriegen

Eugen Holtkamp

2020 haben wir im September und Dezember 2 Ausgaben    herausgebracht.

Durch die Corona-Beschränkungen ist es uns 2021 auch nur möglich, wieder 2 Ausgaben im September und Dezember zu veröffentlichen.

Am Freitag, den 25.6.2021, fand im DRK-Heim die 1. Redaktionssitzung in diesem Jahr statt.

 

 Die Redaktion besteht jetzt aus 8 Mitgliedern, da 2 Neue zu uns gestoßen sind, die uns mit digitalem Sachverstand und neuen Ideen unterstützen.

 Die Firma Michael Braun  unterstützt uns auch weiterhin bei der Abrechnung und  der Verwaltung der Zeitung.

Der Start der Zeitung im Jahr 2021 kann also beginnen mit 2 Ausgaben, voraussichtlich am 30.9. und 23. oder 16.12.!

Die Anzeigenkunden (die Zeitung finanziert sich allein aus den Einnahmen der Anzeigen) werden von den Redaktionsmitgliedern angesprochen, ob sie wieder eine Anzeige in unserer Zeitung platzieren möchten.

 Die Firmen Beck (Webdesign) und Schmidt (Druckerei) sind auch informiert worden, dass wir im September die 1. Ausgabe herausbringen  und die Zusammenarbeit mit ihnen fortsetzen möchten.

Der Redaktionsschluss für die Einreichung der ca. 20 Texte ist der 22.8.

und die nächste Redaktionssitzung ist am 3.9.2021.

Wir haben schon mehrere interessante Texte für die Ausgabe 1, 2021 am 30.9. gesammelt, aber wir sind offen für Vorschläge aus der Bevölkerung. Texte und Bilder sollten allerdings in digitaler Form (Dateien, jpg-Fotos) uns zugesandt werden.

 Vom  neu gewählten Vorstand des Seniorenbeirats stellten sich die Vorsitzende Frau Sabine Michels-Loske und die stellvertretende Vorsitzende Frau Monika Dinter  dem Redaktionsteam von „Waltroper Senioren aktuell“ vor, um Informationen auszutauschen und Vorschläge für die nächste Sitzung des Seniorenbeirats am 20.9. zu hören.

 Auch die Wiedereröffnung des Seniorentreffs am Marktplatz (neben dem alten Edeka-Geschäft, neu DM) am 1.7. und die Belegung während der Öffnungszeiten (jeden 1. und 3. Samstag im Monat) wurden besprochen.

 

 

 

Wohnberatung der Lebenshilfe

                      

Sicher und selbständig in der eigenen Wohnung leben

Wohnberatung seit fast 20 Jahren kostenlos in Waltrop

Auch im hohen Alter selbständig in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus zu wohnen, ist für die meisten Menschen selbstverständlich.  Doch was ist, wenn dieser Wunsch durch Unfall, Erkrankung oder Pflegebedürftigkeit  in Gefahr gerät?

Seit knapp 20 Jahren fördert der Kreis Recklinghausen Wohnberatungsstellen, von denen sich Bürgerinnen und Bürger Informationen und Tipps holen können, wenn es um die alternsgerechte Anpassung der eigenen Wohnung geht. In Waltrop stehen Peter Pagel und Monika Paul als Beraterteam bereit. Der Diplom Pädagoge und die Architektin beraten in der Regel vor Ort, um z.B. bei einem barrierefreien Umbau die optimale Lösung auszutüfteln und eine geeignete Finanzierung zu finden. Bei Bedarf werden auch die Erstellung eines Angebotes, die bauliche Umsetzung der Maßnahme sowie die Abrechnung mit dem Fachbetrieb durch die Wohnberatungsstelle begleitet.

Egal, ob es sich um den Einbau eines Treppenliftes,  die Nachrüstung eines zweiten Handlaufes oder den Entwurf eines senioren- oder rollstuhlgerechten Bades handelt: Die Wohnberater können einen Überblick über das Angebot an geeigneten Hilfsmitteln, die gültigen Baunormen und Förderbedingungen möglicher Kostenträger geben.

 Am gefährlichsten ist es zu Hause

Von knapp zehn Millionen Unfällen jährlich ereignet sich ein Drittel zu Hause:

Dabei ist die Hausarbeit mit 440.000 Unfällen am unfallträchtigsten, gefolgt von Heimwerken (250.000 Unfälle) und Gartenarbeit (200.000 Unfälle). Am häufigsten sind Menschen über 75 Jahre betroffen.

Wohnberatung hilft, Unfallursachen zu erkennen und abzustellen.

 Gastvorträge und Informationsveranstaltungen

Fr. Paul und H. Pagel von der Wohnberatungsstelle erläutern Seniorengruppen, Initiativen und Vereinen die Möglichkeiten der Wohnungsanpassung und Unfallvermeidung anhand von Lichtbildvorträgen - auch im Abendbereich.

 Kostenlos und unabhängig

Durch die Förderung des Kreises Recklinghausen im Rahmen der komplementären ambulanten Dienste ist das Beratungsangebot durch die Wohnberatungsstellen unabhängig und für alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos.

 Wohnberatungsstelle der Lebenshilfe e.V.

Monika Paul und Peter Pagel

Landabsatz 10

45731 Waltrop

Tel.: 02309 787832

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

               

              

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seniorentreff am Marktplatz öffnet am Donnerstag 1.7.2021 von 10 bis 13 Uhr

Eugen Holtkamp, Mitglied des Seniorenbeirats seit 2006

 

Licht am Ende des Tunnels? Nach den dunklen Zeiten der Corona-Beschränkungen gibt es Hoffnungsschimmer:

Der neue Seniorenbeirat und sein völlig neuer Vorstand sind gewählt (Sabine Michels-Loske als Vorsitzende, Monika Dinter, Rolf  Jordan) und stehen in den Startlöchern. Zwar kann die nächste Sitzung des Seniorenbeirats erst am 20.9.     stattfinden, aber wir haben schon mit der Arbeit begonnen:

u.a.  mit der 1. Redaktionssitzung der Waltroper Seniorenzeitung am vergangenen Freitag (Das Seniorenbeirats-Projekt Seniorenzeitung 2006 läuft trotz Corona weiter, 30.9. nächster Erscheinungstermin)

 und der Neueröffnung des Seniorentreffs am Donnerstag, den 1. Juli!!!

Am Donnerstag, den 1. Juli, an dem auch die lästige Baustelle weg ist und ein bekannter Drogeriemarkt im ehemaligen Edeka neu eröffnet, sind wir auch endlich wieder da. Im daneben liegenden Seniorentreff wollen wir allen Bürgerinnen und Bürgern weiterhin  als Ansprechstelle dienen: Jung und Alt.

Am Donnerstag, den 1.7. von 10 bis 13 Uhr, informieren Sie Mitglieder aus dem alten und dem neuen Seniorenbeirat.

Zukünftig stehen wieder Mitglieder des Seniorenbeirats im Seniorentreff  jeden 1. und 3.  Samstag von 10 bis 12 Uhr als Ansprechstelle und zur Information und Beratung zur Verfügung.

Jüdisches Leben bei uns

Eva und Eugen Holtkamp

 

Stolperstein in Lünen, Horstmarer Straße für Eduard Petrat, 1945 in Bergen-Belsen ermordet 

Die Waltroper Zeitung berichtete am 18.6.2021 ausführlich von den Vorschlägen des Arbeitskreises „Gedenken an jüdische Mitbürger*innen in Waltrop“, vorgetragen von Clemens Schmale dem Leiter der VHS am 15.6.     im Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Ehrenamt. Die Vorschläge fanden die einstimmige Zustimmung des SKSE-Ausschusses. In der nächsten Ratssitzung am 30.6. soll abschließend entschieden werden. https://www.waltroper-zeitung.de/waltrop/juedisches-leben-in-waltrop-soll-besser-bemerkbar-werden-w1644763-11000020585  

Die 3 Vorschläge für die Gedenkorte;

  • Der „Alte jüdische Friedhof“ an der Hilberstraße soll, in Absprache mit dem zustӓndigen Landesverband der jüdischen Gemeinden in Westfalen-Lippe zu einer zentralen Gedenkstӓtte für das jüdische Leben in Waltrop aufgewertet werden.
  • Die Verlegung von Stolpersteinen (wie in vielen anderen Städten) empfiehlt der Arbeitskreis auch für Waltrop, die an die Mitglieder der vier in Waltrop in den 1930er-Jahren noch lebenden jüdischen Familien erinnern, die zu Opfern der nationalsozialistischen Diskriminierung, Stigmatisierung, Entrechtung, Verfolgung, Vertreibung und schließlich Vernichtung geworden sind. Dies sind die Familien Baum, Rosenthal, Rosenblum und Spanier.
  • Jüdisches Gräberfeld und andere Gedächtnisorte auf dem städtischen Friedhof: Der Arbeitskreis schlӓgt vor, die Lage des jüdischen Grӓberfeldes auf dem städtischen Friedhof deutlicher mit Hilfe eines Hinweises bzw. Wegweisers zu kennzeichnen und es als einen von drei Gedӓchtnisorten zu deklarieren. Unweit des jüdischen Grӓberfeldes befinden sich nӓmlich noch zwei weitere Gedӓchtnisorte, einerseits eine mit kyrillischem Text versehene Stele, die an in faschistischer Gefangenschaft verstorbene sowjetische Bürger erinnert, sowie eine Gedenkplatte für die Frauen, die ins Lager Holthausen eingewiesen wurden, und die Kinder, die dort geboren wurden und vielfach starben.

 Jüdisches Grӓberfeld auf dem städtischen Friedhof

 

Auf dem städtischen Friedhof eine mit kyrillischem Text versehene Stele, die an in faschistischer Gefangenschaft verstorbene sowjetische Bürger erinnert

Auf dem städtischen Friedhof  eine Gedenkplatte für die Frauen, die ins Lager Holthausen eingewiesen wurden, und die Kinder, die dort geboren wurden und vielfach starben.

 

Wir sind vom Seniorenbeirat im Arbeitskreis vertreten und haben uns besonders für die Verlegung von „Stolpersteinen“ eingesetzt, um konkret der jüdischen Familien vor ihren ehemaligen Häusern im Stadtkern (Rösterstraße, Am Moselbach, Dortmunder Straße, Schützenstraße), zu gedenken.

1932  lebte in Waltrop nur eine winzige Minderheit von jüdischen Familien, nur noch 5 Haushalte mit 18 Personen. 1939 ist im Einwohnerbuch  kein Jude mehr verzeichnet. Über das Schicksal von 4 jüdischen Familien soll hier berichtet werden:

  • Louis und Ida Spanier, ein Ehepaar mit einem Sohn und Schwägerin Bertha Rosenthal hatten ein Textilwaren-Geschäft Ecke Hochstraße/Schützenstraße. Sie waren 1938 die letzten Juden in Waltrop.  In der  Pogrom-Nacht  /10. November 1938 wurden sie überfallen, misshandelt und in „Schutzhaft“ genommen, mit der Auflage entlassen, Waltrop zu verlassen. Das Haus musste verkauft werden. Louis zog nach Dortmund und  ist kurze Zeit später verstorben. Sein Sohn  Eduard konnte 1941 nach New York entkommen.   Bertha Rosenthal kam bei ihrer Schwester in Hannover unter. Sie wurden beide später nach Auschwitz deportiert und kamen dort ums Leben.
  • Josef Rosenthal und danach sein Sohn Wilhelm waren Besitzer des erstklassigen Textil-Kaufhauses an der Kreuzung Dortmunder Str./Am Moselbach (später Sebbel).  Die Familie mit Frau Mita und Sohn  Wilhelm  war hochangesehen und sehr sozial eingestellt. Willi war Kriegsheld des 1. Weltkriegs, aktiver Sportler,  Sponsor und 2. Vorsitzender des VfB. 1935 /1938 erfolgte die Geschäftsübergabe zum Schleuderpreis an Sebbel und die Ausreise der Familie  nach Holland, für die sie 46000 RM Reichsfluchtsteuer bezahlen mussten. Willi  starb nach 1945 an den Entbehrungen des Versteckens, ähnlich wie Anne Franks Schicksal.  
  • Kaufhaus Stern und Baum, Jakob (+1938) und Martha Baum mit 3 Söhnen Werner, Helmut, Günter -Rösterstraße2 (später Bonhoff), 1936 zwangsversteigert. Den Söhnen gelang es 1939, nach Dänemark/Schweden   Israel zu entkommen. Die Mutter verzog 1938 nach Dortmund zu ihrer Schwester und ist 1942    mit einem Sammeltransport nach Polen in ein Vernichtungslager gebracht worden.        Foto
  • Der polnischer Dentist Leo Rosenblum und seine Frau, Dortmunder Straße 54, fielen einer verleumderischen Hetzkampagne zum Opfer. 1933  ist Rosenblum  nach Dortmund verzogen und dort  1939 verhaftet und 1942 in Bernburg vergast worden. Seine Ehefrau Bertha kam 1943 im KZ Auschwitz um. Sein Haus wurde 1940 von der Gestapo beschlagnahmt und unter Wert an die Schwester des Dentisten Paul Neck verkauft.